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„Marketing Weihnachten Ideen“ – (vor)weihnachtliches Marketing

von | Okt 5, 2021 | Online Marketing

8 Minuten durchschnittliche Lesezeit

Oktober – es weihnachtet sehr

Von drauß‘ vom Supermarkt komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr.
Allüberall auf den Regalturm-Spitzen
sah ich festliche Engelchen sitzen.
Und droben hinter dem Lager-Tor
sahen mit großen Augen fünftausend Weihnachtsmänner empor.
Und wie ich so strolcht‘ durch Berge an Tant,
Da riefs mich mit heller Stimme an:
„Wollens net auch noch n Päckle Lebkuchen dazu?“

Wir lieben es, wir hassen es, aber am allermeisten stört uns, dass es schon im Oktober (manchmal sogar September) wieder losgeht: Weihnachten.

Schokomänner, Lebkuchen, Adventskalender, Rentiere. Wir werden erschlagen von Weihnachten, lange bevor überhaupt Weihnachts-Stimmung aufkommen kann.

Aber: warum wird das gemacht?

Der Einzelhandel weiß: das Saison-Geschäft boomt!

Warum saisonales Marketing ebenfalls wichtig ist und was du dabei beachten solltest, erfährst du in unserem Artikel „Saisonales Marketing – Was ist das und warum ist das wichtig?“.

Auch wenn ich niemanden ermutigen will schon im Oktober mit weihnachtlichem Marketing zu beginnen, solltest du definitiv jetzt schon darüber nachdenken, wie du in wenigen Wochen damit starten möchtest. Denn denk bitte daran, gute Planung ist im saisonalen Marketing das A und O und deine Arbeitszeit oder die einer Agentur solltest du auf jeden Fall mit einberechnen.

Kaufinteresse recherchieren

Stelle dir die Frage: Welches deiner Angebote ist für Weihnachten besonders interessant? Du kannst dazu deine Verkäufe der letzten Jahre betrachten. Du kannst deinen Google Analytics oder Matamo Account analysieren, um herauszufinden, welche deiner Seiten zu dieser Jahreszeit besonders beliebt ist. Welche Suchanfragen tatsächlich um Weihnachten herum zunehmen, kannst du auf Google Trends recherchieren.

Suchanfrage Trend für den Begriff „geschenk freundin“ als Beispiel für eine (vor)weihnachtliche Suchanfrage. (Quelle: trends.google.de, Screenshot 28.09.2021)

Weihnachts-Angebote definieren

Gib deinem Angebot einen weihnachten Touch. Ja ich weiß. Das ist jetzt verdammt klischeehaft. Aber wir reden immerhin von einem Fest, an dem kleine Kinder von dicken Männern mit weißem Vollbart in einem komplett roten Anzug Geschenke bekommen. Denk daran, du stillst die gesteigerte Nachfrage einer sehr kauffreudigen Zielgruppe. Und zwar nur derjenigen, für die dieses Klischee interessant ist.

Du kannst beispielsweise Produkte in einer Art „Geschenk-Paket“ zusammenfassen, die du je nach beschenkter Person gruppierst. Geschenke für Vater, Mutter, Schwester, Bruder oder Oma und Opa.

Bietest du eine Dienstleistung an, kannst du Gutscheine für ein spezielles Weihnachtsangebot erstellen. Gerne sehr Zielgruppen orientiert.

Was ist dabei wichtig?

Je klarer und definierter das Angebot für eine bestimmte Zielgruppe ist, desto besser. Der Schenkende will, dass der Beschenkte weiß, wie viel Mühe er sich beim Aussuchen gemacht hat (oder besser gesagt wir damit ihm genau dieses Produkt zu präsentieren). Das darf auch ruhig auf dem Angebot oder dem Produkt drauf stehen.

Dank moderner Anzeige-Formate kannst du deine Werbung sogar wahnsinnig spezifisch ausstraheln. Aber Achtung: denk daran, dass du die Werbung dem Schenkenden ausstrahlen musst und nicht dem Beschenkten. Du zeigst beispielsweise die Werbung für das Geschenk für „Die beste Frau und zukünftige Mutter meiner Kinder“ dem Mann, der frisch verheiratet ist, gerade aus den Flitterwochen zurückgekommen ist und einen Kinderwunsch hat. Und ja, das lässt sich targeten. Natürlich ist das nur ein überspitztes Beispiel, zeigt aber wohin der Weg geht.

Weihnachts-Marketing planen

Wo und wie sollen deine Angebote gefunden werden? Welche Art von Marketing betreibst du grundsätzlich und an welcher Stelle fügt sich das saisonale Marketing gut ein?

Blog Beitrag

Schreibe einen Artikel über Weihnachten in Zusammenhang mit deinen Produkten. Du kannst dabei erklären, wie spezielle Weihnachtsangebote funktionieren oder du erstellst Listen der besten Geschenke für bestimmte Personen. Der Artikel sollte für Suchmaschinen optimiert sein. Das heißt, recherchiere nach saisonalen Keywords und baue sie mit ein.

Landingpage

Je nach Marketing Strategie erstellst du eine Landingpage mit deinem Angebot, das suchmaschinenoptimiert ist oder für eine Pay per Click Anzeige. Die Landingpage für die Suchmaschinen hat üblicherweise mehr Content und ist über dein Webseiten-Menü aufrufbar und in deine Seiten-Struktur integriert. Hier stellst du dein Angebot vor und motivierst zum Kauf oder zur Buchung.

Stelle auf der Landingpage immer heraus, dass der Kunde seine Bestellung vor Weihnachten erhält. (Natürlich nur, wenn das so ist.)

Produktübersichts-Seite

Wenn du einen Shop hast oder online Produkte verkaufst, kannst du eine Produktübersichtsseite zusammenstellen, die nur weihnachtstaugliche Produkte listet. Tags, Kategorien und Beschreibungen sollten relevante saisonale Keywords enthalten.

Ein gutes Beispiel sind „Geschenke für Väter“.

Special veranstalten

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf deine Weihnachts-Angebote zu ziehen, kannst du dir ein Special überlegen. Es sollte ein saisonales Thema haben und deine Angebote zeigen.

Aktion planen

Weihnachten ist nicht nur ein Tag, es ist ein Gefühl – so sagt man. Und an keinem anderen Tag im Jahr liegen die Emotionen so nah an der Oberfläche. Zu keinem anderen Zeitpunkt ist Werbung bewegender. Weihnachtsspots sind etwas Besonderes. Nur diese haben die Charakteristik, dass sie kein Produkt an sich bewerben, sondern Emotionen schaffen, bewegen und oft auch viral gehen. Ein gutes Beispiel sind hier der Edeka Weihnachtsspot, der Penny Weihnachtsspot oder der DocMorris Weihnachtsspot. (Trigger-Warnung: high emotional content)

Nicht jeder hat das Budget, um einen Mini-Film zu drehen. Aber das Kernthema bleibt: an Weihnachten geht es noch viel mehr um Emotionen als zu anderen Zeiten im Jahr. Es geht um ein Miteinander und ein Wir-Gefühl.

Eine Weihnachts-Aktion muss nicht gleich die Welt verändern. Sag deinen Kunden einmal Danke. Verschenke etwas (und damit meinen wir nicht nur das Freebie der letzten Newsletter-Aktion). Organisiere eine Spenden-Aktion.
Wichtig ist, dass die Aktion zu dir und deinem Unternehmen passt. Hast du schon den einen oder anderen Live-Stream gemacht, kannst du beispielsweise einen Weihnachts-Live-Stream planen. Hast du ein Buch geschrieben, verschenke ein paar Exemplare davon. Besitzt du einen Online Shop, spende pro verkauften Artikel einen Teil an eine gemeinnützige Organisation, biete einen Tag kostenfreien Versand oder vergib Rabatte.

Eine tolle Idee, wenn auch eine aufwendigere, ist ein Adventskalender. Erstelle eine separate Liste in deinem Newsletter-Programm und versende jeden Tag ein kleines Goodie oder einen Tipp. Du kannst ihn auch auf Social Media posten, direkt auf deiner Seite oder in einer speziellen Advents-Gruppe.

Mal etwas anderes ist die Aktion von echtpost.de. Hier kannst du deinen Kunden anbieten, Weihnachtskarten an Freunde und Familie auf deine Kosten zu schreiben. Mit einem kleinen Logo von dir auf der Karte ist das außerdem eine tolle Werbe-Möglichkeit für dich.

Social Media und E-Mail Marketing

An Weihnachten wird es etwas schwer werden über diese Kanäle Neukunden zu erreichen. Sehr viele Unternehmen fahren über die Festtage ihr Budget nach oben, um das Saison-Geschäft mitzunehmen. Trotzdem lohnt sich der Post auf Social Media oder die E-Mail Kampagne. Du kannst so wunderbar Bestandskunden reaktivieren. Außerdem erhöht sich deren Engagement-Rate bei Weihnachts-Aktionen normalerweise und du kannst die Effekte des Word-of-Mouth Marketings besser nutzen. Ein kleiner Tipp: Word-of-Mouth Marketing lässt sich nicht immer gut messen. Um deine Kampagne später gut auswerten zu können, kannst du zumindest versuchen die von dir geteilte Seite zu taggen. Sprich, wenn du Google Analytics nutzt, hängst du je nach Marketing-Aktivität einige Parameter an. Das kannst du beispielsweise hier machen. Wird der Link dann unschön, kannst du ihn natürlich auch mit einem Dienst wie bitly kürzen.

  • Lade per E-Mail zu deinem Event ein
  • Wirb mit einem Rabatt oder Gutschein für alle Newsletter-Abonnenten.
  • Schreibe Warenkorbabbrecher an

  • Erstelle ein Facebook Event zu deiner Aktion
  • Mache ein Facebook Posting
  • Tausche temporär dein Header Bild in ein Saisonales, auf dem du deine Aktion bewirbst

Werbung schalten

Bezahlte Werbung kannst du natürlich ebenfalls saisonal schalten.

Schalte eine Facebook Anzeige für deine Weihnachts-Landingpage oder eine Google Ads-Kampagne.

Wichtig: Die Klickrate könnte geringer ausfallen, dafür kann es aber gleichzeitig zu einer erhöhten Conversion-Rate kommen. Warum das so ist, erfährst du in unserem Artikel „Saisonales Marketing – Was ist das und warum ist das wichtig?“.

  • Denke dabei daran, dass du die Werbeanzeige für den Schenkenden schaltest, nicht für den Beschenkten.
  • Hinterlege immer eine Zielgruppendefinition, um die Anzeigen sehr zielgerichtet zu schalten.
  • Die Landingpage sollte thematisch genau zur Anzeige passen. Lege im Zweifel mehrere Landingpages an. Beispielsweise für Väter, Mütter oder Freundinnen.
  • Recherchiere vorab die besten saisonalen Keywords. Mit eingängigen Keyword-Tools und Google Trends.

Multimedia rund um Weihnachten

Um eine weihnachtliche Stimmung zu erzeugen und gleichzeitig deine Angebote und Aktionen zu bewerben, kannst du temporär

  • deinen Social Media Header austauschen
  • weihnachtliche Anzeigen-Bilder erstellen oder
  • ein weihnachtliches Video produzieren

Lass deiner Kreativität freien lauf!

Tipp: nachweihnachtliches Marketing

Manchmal soll es vorkommen, dass man etwas vergisst. Oder es soll vorkommen, dass der Frau die Küchenmaschine doch nicht so gut gefällt wie gedacht. Dann ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um schnell noch etwas anderes zu kaufen. Preis egal, nur bitte Lieferung gestern und dieses Mal mit Erfolgs-Garantie. Bei unseren Recherchen ist uns beispielsweise aufgefallen, dass der Begriff „rote Unterwäsche“ in der Woche nach Weihnachten extrem stark trendet. Wir überlassen es den Lesern sich eine Geschichte dazu auszudenken.

Was allerdings für uns als Unternehmer wichtig ist: bei einigen Produkten kann Marketing auch nach Weihnachten enorm wichtig sein. Achtet dabei auf schnelle Verfügbarkeit (auch gerne digital als Download oder Gutschein) und auf Angebote mit Erfolgsgarantie.

Tipp: Do-it-yourself

Ein sehr großer Trend in den letzten Jahren sind selbst hergestellte Geschenke. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass dafür kein Geld ausgegeben wird. Im Gegenteil. Oft sind diese Geschenke am Ende noch teurer, als die gekaufte Version. Gesucht werden häufig Anleitungen, Ideen und Herstellungsmaterial. Bedenke dabei aber, dass der Kunde anschließend noch Zeit braucht, um das Geschenk herzustellen. Fange also frühzeitig an, wenn du ein solches Produkt anbietest.

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Über den Autor

B. Sc. BWL/Marketing mit Spezialisierung auf digitale Medien, Consultant im Bereich SEA/SEO, Social Media, Content Marketing, Email-Marketing und Webdesign. Google AdWords Certified.