Google AdWords wird Google Ads

Erst vor Kurzem hat Google seinen Dienst Google AdWords ein neues Interface verpasst.

Jetzt bekommt er zum neuen Look noch ein Rebranding:

Aus “Google AdWords” wird “Google Ads”. Und auch andere Google Dienste sind davon betroffen.

 

Was ändert sich mit dem Rebranding der Google Dienste?

Google Ads

Quelle: Google Blog

Google AdWords wird zu Google Ads und beinhaltet dann alle Marketing Maßnahmen auf Google-Webseiten, Partnerwebseiten und Apps.

Sprich die schon bestehenden Werbeformen Suchnetzwerk, Youtube-Werbung, Google Maps, Google Play und Displaynetzwerk findet ihr nun alle unter der Marke Google Ads.

 

Smart Campaigns

Ein wird einen neuen Kampagnentyp in Google Ads geben: Smart Campaigns. Diese sollen für Anfänger und KMUs geeignet sein und hochgradig automatisiert laufen. Google wirbt dabei mit kurzer Einrichtungszeit und außerordentlich guten, genau auf das Unternehmen passenden Ergebnissen.

Bereits mit AdWords Express machte Google in der Vergangenheit einen Versuch auch Einsteigern die Erstellung von Google Anzeigen zu ermöglichen und mit viel Automatismen die Optimierung zu vereinfachen. Allerdings hat dies aus unserer Erfahrung nicht wirklich gut funktioniert und die Ergebnisse von AdWords Express waren immer suboptimal. Es bleibt also spannend, ob die Smart Campaigns dieses Mal einen besseren Job machen.

 

Google Marketing Plattform

Die neue Google Marketing Plattform vereint Google Analytics 360 Suite und DoubleClick Advertiser Produkte unter einer Marke. Laut Aussage von Google soll diese den Kauf, die Analyse und die Optimierung von einer Plattform aus ermöglichen.

 

Google Ad Manager

DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange finden sich nun im neuen Google Ad Manager.

 

Machine Learning

Google baut seine automatisierten Angebote weiter aus. Schon seit einiger Zeit kann man seine Kampagnen unterstützend durch Google optimieren lassen. Beispielsweise mit Gebotsstrategien wie “Klicks maximieren”, Optimierter Anzeigenrotation oder dynamischen Kampagnen. Jetzt gibt ein neues Feature: Responsive Search Ads. Bei dieser Anzeige werden mehrere Überschriften und Beschreibungssätze festgelegt, die Google dann passend auf die Suchanfrage kombiniert.
Es bleibt abzuwarten wie gut der Algorithmus in der Praxis wirklich funktioniert. Erfahrungsgemäß sind diese Features zunächst nicht so intuitiv einsetzbar wie von Google gedacht.

 

 

Warum wird Google AdWords umbenannt?

Nach fast 18 Jahren Google AdWords, scheint die Umbenennung ein großer Schritt zu sein. Doch schaut man sich das Portfolio des Unternehmens an, erscheint dieser logisch und nachvollziehbar. Schon lange beschränkt sich Werbung bei Google nicht mehr auf die Ausrichtung auf bestimmte Keywords wie der Name AdWords suggeriert oder die Schaltung von Anzeigen in den Google Suchergebnissen.

Google selbst begründet die Vorgehensweise in seinem Blog damit, dass sich in 18 Jahren wahnsinnig viel verändert hat. Steigende mobile Suchanfragen, verändertes Suchverhalten, Machine Learning und neue Content-Formate haben dazu geführt, dass Google sein Portfolio kontinuierlich ergänzt hat.
So sind die Konsumenten heute unter anderem neugieriger, fordernder und ungeduldiger. Sie stellen komplexere Suchanfragen und bringen Google in immer mehr Bereiche ihres Lebens ein, was auch die mobilen Suchanfragen deutlich steigert. Der Dialog hat sich verändert, die Konsumenten wollen mehr Kontrolle und mehr Unterstützung. Nützlich zu sein, Unterstützung anzubieten ist für Google dabei ungemein wichtig. Und das will das Unternehmen auch in seine Werbemöglichkeiten einbringen.

Oft brachte das für Werbetreibende viele neue Möglichkeiten, um seine Zielgruppe zu erreichen. Genauso oft hatte man dadurch aber auch das Gefühl, dass dem Unternehmen ein gewisses Gesamtkonzept fehlt.

  • Ständige Neuanmeldung beim Wechsel zwischen den Google Diensten wie AdWords und Analytics,
  • keine klare Abgrenzung zwischen verschiedenen Angeboten,
  • keine übergreifende Startseite
  • interne Streitigkeit über die Zuständigkeit bei Dienstübergreifenden Projekten, …

Oft fragte man sich bisher als Werbetreibender bisher: wie komme ich nochmal zu diesem bestimmten Dienst? Habe ich hier schon einen Account? Und mit welcher E-Mail-Adresse muss ich mich dazu einloggen?

Google Dienste waren bisher oft verwirrend und es fehlte ein Gesamtkonzept. Jedes Team schien vor sich hinzuarbeiten.

Die kommenden Änderungen könnten ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Die Ankündigung liest sich aber vielversprechend.

“These new brands will help advertisers and publishers of all sizes choose the right solutions for their businesses, making it even easier for them to deliver valuable, trustworthy ads and the right experiences for consumers across devices and channel.”
– Zitat Google Blog

Google will laut eigener Aussage zukünftig bessere Ergebnisse bei einfacherer Handhabung liefern.

Unseres Erachtens ist die Zusammenfassung und Neugestaltung des Google Portfolios wichtig und war unumgänglich. Wir hoffen allerdings, dass diese auch konsequent Vereinfachung schafft und nicht noch mehr Komplexität und Verwirrung mit sich bringt.

Das wird sich aber erst nach der Umstellungsphase zeigen.

 

 

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Über den Author

Geraldine Huber
B. Sc. BWL/Marketing mit Spezialisierung auf digitale Medien, Consultant im Bereich SEA/SEO, Social Media, Content Marketing, Email-Marketing und Webdesign. Google AdWords Certified.