Erfolgreiche Websites: das macht gutes Webdesign wirklich aus

Was macht eine gute Webseite aus? Und wie viel kostet sie? Erfahren Sie hier alles zu den Grundlagen des Webdesigns.

Den meisten Menschen ist heute klar wie wichtig eine gut funktionierende Webseite ist. Doch: Worauf kommt es bei gelungenem Webdesign an? Wir verraten die wichtigsten Erfolgsfaktoren.

 

 

ERFOLG RICHTIG MESSEN

Zuerst müssen wir uns fragen: Wie wird denn eine erfolgreiche Webseite definiert?
Für die einen ist eine Webseite dann erfolgreich, wenn sie möglichst viele Besucher angelockt hat.
Für die andere ist sie nur erfolgreich, wenn über sie eine bestimmte Anzahl an Produkten verkauft wurde.
Klären Sie vor der Erstellung einer Webseite, welches Ziel damit erreicht werden soll.
Definiert werden kann der Erfolg beispielsweise über folgende Faktoren:

  • Bekanntheitsgrad steigern,
  • Conversion-Rate erhöhen oder
  • Interaktionen fördern, um potentielle Kunden zu aktivieren.

Diese sogenannten Makroziele, werden kontrolliert durch Mikroziele. Beispielsweise:

Einzigartige oder wiederkehrende Besucher

  • Seitenaufrufe
  • Absprungrate
  • Besuchsdauer
  • Ladezeiten
  • Akquisition

Mit all diesen Indikatoren lässt sich die Performance der Webseite messen. Darum werden sie auch Key Performance Indikatoren (KPI) genannt.
Für die Messung ist die Implementierung eines Analytics Tools, wie Google Analytics auf der Webseite nötig.

Nachdem die Ziele definiert und die KPIs festgelegt wurden, geht es nun darum, wie diese erreicht werden können.

Ein Großteil des Traffics kommt nach wie vor über Suchmaschinen auf die Webseite.

Ein wichtiger Punkt daher: Suchmaschinenoptimierung.
Aber: Wichtig ist, die Webseite sollte zu allererst für den Menschen optimiert sein. Nicht mehr wie noch vor einigen Jahren für Suchmaschinen, die das Web nach automatisierten Standards scannen. Warum?

Die computergesteuerten Algorithmen zielen immer mehr darauf ab, den Menschen zu imitieren.

Wichtige Signale fürs Ranking kommen bereits direkt von den Seitenbesuchern. Suchmaschinenoptimierung hat darum heute kaum mehr etwas mit Programmierung zu tun, sondern vielmehr mit Psychologie, Design und Usability. Umso wichtiger ist es, bereits bei der Erstellung an die Optimierung zu denken und diese sowohl ins Design als auch die Programmierung mit einfließen zu lassen.

 

Grafische Anforderungen an das Design einer Webseite

Die wichtigste grafische Anforderung an eine Webseite ist die Usability. Zu deutsch: Benutzerfreundlichkeit. Was nutzt das schönste Design, wenn der Besucher sich darauf nicht zurechtfindet und wieder abspringt.

Und so lässt sich das Umsetzen:

  • Nutzung einer einheitlichen geeigneten Schriftart.
    Geeignet sind Schriftarten, die – vor allem in Textblöcken – leicht zu lesen sind. Das heißt keine Handschriften oder ein grafisch aufwendiges Schriftbild. In Überschriften hingegen ist fast alles erlaubt. Doch auch hier, sollte man sich auf eine Schriftart festlegen.
  • Ebenso verhält es sich mit Schriftgrößen. Mehr als 2 bis 3 Schriftgrößen erschweren den Besuchern das Lesen ihrer Texte und das Zurechtfinden auf der Webseite.

Ist die Webseite benutzerfreundlich, sollte sie auch optisch etwas her machen.

  • Nehmen Sie das Corporate Design des Unternehmens in das Web-Projekt auf. Ein einheitliches Auftreten online und offline steigert den Wiedererkennungswert.
  • Oft beim Erstellen einer Webseite gewünscht: Die Seite soll modern aussehen!
    Viel wichtiger aber: Das Design muss zum Unternehmen und dessen Zielgruppe passen. Konservative Zielgruppen ziehen oft auch konservative Webseiten vor und umgekehrt.Derzeit moderne Webseiten-Trends sind:

    • Duo-Tone Webseiten,
    • Flat Design 2.0,
    • Material Design,
    • Clear Webdesign,
    • große Header Videos und Bilder,
    • Storytelling,
    • Illustrationen,
    • Single Page Design,
    • ans Design angepasste Menüs und
    • Big Bold Typo.Wer sich mit den einzelnen Trends beschäftigt wird feststellen, dass es dabei oft darauf ankommt, die ein oder andere Design-Regel zu brechen.
  • Multimediale Inhalte bieten. Oft wird Webdesignern die Frage gestellt: Webdesign ohne Fotos! Geht das? Wir haben keine Bilder für unsere Homepage. In der Vergangenheit kam schnell der Rat: Kaufen Sie sich Stock-Fotos. Da dies so häufig genutzt wurde, sind auch die meisten Webseiten-Besucher mittlerweile schlau genug, um solche Fotos sofort zu erkennen. Sollte es keine andere Alternative geben, ist es natürlich immer noch zulässig sich Fotos für die Webseite einzukaufen. Dabei muss aber unbedingt darauf geachtet werden, sich solche auszusuchen, die noch nicht oft heruntergeladen wurden.
    Bessere Alternativen: Fotos selbst machen (lassen) oder Illustrationen nutzen.
    Im Jahr 2017 erleben die illustrierten Designs einen neuen Hype. Aber auch hier gilt: Stockfotos nur im Notfall benutzen.

 

Eng mit den grafischen Anforderungen verbunden ist die Programmierung der Webseite.

Im Vergleich zu den Anfängen des Webdesigns, lassen sich heute das Design der Webseite, deren Programmierung und auch der Content nicht mehr voneinander trennen. Es ist sogar so: je besser diese drei Dinge ineinander fließen, desto einheitlicher und flüssiger gelingt der Auftritt, was die Nutzererfahrung deutlich verbessert.
Und so gelingt das:

 

Anforderungen bei der Programmierung einer Webseite

  • Moderne Programmier-Trends heißen beispielsweise
    • Scrollytelling und
    • Parallax Scrolling. Dabei wird das Herunterscrollen mit der Maus genutzt, um den Content in ästhetisch ansprechender Weise zu gestalten. Das Lesen des Textes wird so für den Nutzer interessanter gestaltet. Auch beliebt sind Interaktions- und besondere Steuerungsmöglichkeiten mittels Tastatur oder Gesten für mobile.»Die Königsdisziplin des Multimedia-Journalismus« titelte einst t3n zum Thema Scrollytelling. Der Name setzt sich zusammen aus Storytelling und Scrolling.
      Das heißt, die Webseite wird benutzt, um eine Geschichte zu erzählen. Diese entwickelt sich durch das Scrollen des Benutzers immer weiter. Die Erstellung einer solchen Webseite ist recht aufwendig und benötigt hochwertige Multimedia Inhalte, sowas emotionalen Content.Ein weniger aufwendiger Ansatz ist das Parallax Scrolling, bei dem die Webseite verschiedene Ebenen besitzt, die sich beim Scrollen unterschiedlich schnell bewegen. Dadurch entsteht eine gewisse Räumlichkeit, was nicht nur gut aussieht, sondern auch den Spieltrieb des Besuchers nährt.
      Bei Webseiten die besonders oft mobil genutzt werden, kann es außerdem sinnvoll sein, bestimmte Wischgesten verfügbar zu machen. So kann der Besucher sich leichter durch den Content bewegen. Ein gebräuchliches Beispiel ist das beiseite Wischen der Seite, um das Menü einzublenden.
  • Das allerwichtigste bei der Programmierung der Webseite ist jedoch: Geschwindigkeit. Das kann gar nicht genug betont werden. Je schneller die Webseite ist, desto besser wird sie durch Google bewertet. Außerdem sinkt die Absprungrate, was sich ebenfalls auf das Ranking der Webseite auswirkt.
    Besonders aufpassen muss man hier bei der Benutzung eines CMS. Überfrachtete Templates senken die Webseiten Performance enorm.
  • Ein ebenfalls unerlässliches Kriterium: Mobile-Freundlichkeit. Wer nicht sogar dem Ansatz: mobile First folgt, bei dem die mobile Version der Webseite
    zuerst programmiert wird und darauf aufbauend erst die Variante für Desktop PCs, der sollte sich dennoch schon während der Erstellung um die mobile Variante der Webseite kümmern. Google strafte bereits Webseiten ab, deren Anzeige für mobile nicht optimiert war. Gängig dabei ist der Ansatz des Responsive Designs. Dabei ist die Webseite so programmiert, dass sie sich automatisch an jedes Gerät und jede Größe nahtlos anpasst.

 

Anforderungen an den Content einer Webseite

Die Ziele der Webseite sind und die grobe Struktur geklärt.
Noch vor einigen Jahren konnte sich der Webseitenbesitzer nun zurücklehnen bis die Agentur das Gerüst der Webseite programmiert hatte. Danach ging es an die Erstellung der Inhalte. Genau das empfiehlt sich heute nicht mehr.
Content soll nicht mehr nur ein feststehendes Design füllen, vielmehr soll der Content den Aufbau der Seite vorgeben.
Zuerst wird überlegt, welcher Content wohin soll, um dann zu überlegen, wie man ihn am besten präsentieren kann.
Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Agentur und Webseitenbesitzer.

  • Überlegen Sie sich vor der Erstellung des Designs, welche Inhalte auf der Webseite präsentiert werden sollen.
  • Bieten Sie Content in sehr hoher Qualität an. Minderwertige Inhalte findet man genug. Nur Seiten mit echtem Mehrwert bringen Besucher.
  • Bleiben Sie aktuell. Aktualisieren Sie ihren Content häufig und achten Sie darauf, keine veralteten Inhalte auf der Seite zu haben.
  • Nicht nur optisch schön, sondern auch für den Inhalt vorteilhaft ist die multimediale Aufarbeitung der Inhalte. Dies bietet gleich zwei Vorteile. Zum einen werden Texte öfter gelesen, wenn sie mit Bildern, Videos, Umfragen oder Infografiken gespickt sind. Zweitens haben Sie den Vorteil, dass sie sich keinen neuen Content ausdenken müssen, um die Webseite zu füllen.

Wer seinen Content optimieren will, kann bereits auf eine Menge (oft sogar kostenloser) Tools für die Content-Produktion zurück greifen.

Weiterlesen auf35+ kostenlose Tools die dein Content Marketing erheblich erleichtern

 

Die Webseite steht, der Inhalt ist gefüllt. Aber haben Sie an alles gedacht?

Was zunächst nicht besonders spannend und wichtig erscheint, kann ganz schnell zu einem sehr delikaten Problem werden. Denn es gibt, so wie für fast alles in Deutschland, auch für Webseiten bestimmte Gesetzte und Richtlinien.
Das sind:

Legale Anforderungen an eine Webseite

  • Egal ob One Pager oder CMS, es führt kein Weg daran vorbei: das Impressum. Laut § 5 Telemediengesetz (TMG) muss dieses folgende Informationen beinhalten:
    • Name und Anschrift des Anbieters bzw. die offizielle, im Handelsregister eingetragene, Firmierung.
    • Name des Vertretungsberechtigten
    • Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme ermöglichen. Sprich die Email-Adresse des Anbieters und falls möglich eine Telefonnummer.
    • Falls vorhanden: Aufsichtsbehörde
    • Angaben zu Register und Registernummer
    • Bei reglementierten Berufen Informationen wie Kammer und gesetzliche Berufsbezeichnung
    • Umsatzsteuer Identifikationsnummer
    • bei journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten, wie einem Blog, muss ein Verantwortliche nach § 55 RStV für die jeweiligen Inhalte genannt werden.
  • Ebenfalls notwendig: eine Unterseite für die Datenschutzerklärung
  • Sollten auf Ihrer Webseite Cookies eingesetzt werden, muss der Hinweis darauf klar erkennbar eingeblendet werden und die Zustimmung des Besuchers eingeholt werden.

Eine gute Webseite, sollte mit bedacht designed werden und an die Ansprüche des Unternehmens angepasst werden. Sie ist Ausgangspunkt für eine langfristige Kommunikation mit der Zielgruppe und Dreh- und Angelpunkt für das Erreichen Ihrer Makroziele.

 

Fazit: Eine erfolgreiche Webseite ist dies dann, wenn sie die vorher festlegten Makroziele erreicht. Je mehr Überlegungen es dazu im Vorfeld gibt, desto einfach die Zielerfüllung. Nur wer Design, Programmierung und Inhalte gezielt vereint und damit einen echten Mehrwert für den Besucher schafft, kann sich von der Masse abheben und damit Reichweite schaffen.

B. Sc. BWL/Marketing mit Spezialisierung auf digitale Medien, tätig als Head of Marketing DACH und Consultant im Bereich SEA/SEO, Social Media, Email-Marketing und Webdesign. Google AdWords Certified.

Social Media Enthusiast und Content-Marketing Liebhaberin.

Posted in Webdesign and tagged , , .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.