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SEO Trends 2021 – Alle Faktoren auf einen Blick

von | Sep 30, 2020 | Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung

Für viele Branchen ist es 2021 wichtiger denn je von Suchmaschinen gefunden zu werden. Suchmaschinenoptimierung bleibt darum auch in diesem Jahr eines der wichtigen Basics für Unternehmen. Was dabei wichtig ist und welche SEO-Maßnahmen einmalig oder regelmäßig dabei erledigt werden müssen, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2021 steht weiterhin im Zeichen der User Experience. Die Zeiten von stupidem Keyword-Stuffing sind endgültig vorbei.

Keywords haben im SEO zwar noch nicht gänzlich ausgedient, ihr korrekter Einsatz mit Prozent-Angaben und Variationen ist aber längst nicht mehr so wichtig. Wichtig für Suchmaschinen ist die Themen-Autorität, die sich neben der User Experience durch Referenz und Relevanz bildet.

Top Thema bleibt nach wie vor: die Geschwindigkeit. Durch die Verlagerung auf die mobile Suche sind schnell ladende Seiten ein Must Have. Hier gibt es so viel Optimierungspotential, dass wir gesondert darauf eingehen werden.

Neue Technologien sind auf dem Vormarsch und beeinflussen die Suchergebnisse ungemein. Dabei kann es sich um Dinge handeln, die die Webseite oder Performance unterstützen oder die User Experience erweitern und verbessern.

Nicht nur digitale Unternehmen profitieren von der Suchmaschinenoptimierung, sondern auch lokale Unternehmen. Local SEO ist als eigene Sparte etabliert und kann gezielt gefördert werden.

In diesem Artikel behandeln wir überwiegend Google als derzeit stärkste Suchmaschine. Allerdings solltest du auch einige andere Kanäle wie Pinterest oder Youtube betrachten, die heute als alternative Suchmaschinen gelten.


User Experience im SEO

User Signals

Google ist ein Unternehmen wie jedes andere auch. Und wie bei jedem Unternehmen bestimmen die Kunden zu einem Großteil über dessen Erfolg. Diese zufrieden zu stellen ist also eines der wichtigsten Anliegen.
Was das für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet? Google will seine Suchergebnisse individuell für jeden einzelnen Nutzer abstimmen. Dazu sieht es sich an, wie der Nutzer in der Vergangenheit auf bestimmte Suchergebnisse reagiert hat. RankBrain heißt eines der Systeme, die Google bei seinen Algorithmen dazu einsetzt. Es analysiert das bisherige Verhalten des Nutzers und zeigt ihm darauf basierend andere Suchergebnisse an.

Umso wichtiger werden daher die Signale, die Nutzer über deine Webseite an die Suchmaschine senden. Folgende Kennzahlen sind dafür wichtig:

  • Besuchszeit auf der Seite
  • Absprungrate
  • CTR
  • Return-to-SERP-Rate

Wie verbesserst du diese Werte?

  • Content-Qualität: bessere Inhalte, aktuellere Informationen, umfangreicheres Wissen, passende Formate
  • Multimedia: Je nach Format den optimalen Medien-Mix nutzen (mit Videos steigerst du die Besuchszeit der User auf deiner Seite deutlich.)
  • Technik optimieren: Sorge dafür, dass alles richtig funktioniert und auch alles sichtbar ist und nicht von einem Menü oder ähnlichem überlagert wird, verkürze die Ladezeit deiner Webseite.
  • Meta Daten: Schon lange ist die Meta Description und der Meta Title nicht mehr alleine ausschlaggebend für eine Listung bei bestimmten Suchwort-Anfragen. Trotzdem sollte man die Meta Daten pflegen und mit Bedacht wählen. Für Nutzer sind sie das Aushängeschild deiner Webseite. Hier bildet sich eine bestimmte Erwartung an deine Seite. Wird diese erfüllt, verbessert sich die User Experience, was sich auf die Kennzahlen auswirkt. Sind diese gut gewählt erhöhen sie zudem die Klickraten.
  • Mobile Optimierung: Google achtet darauf, dass Webseiten mobil schnell sind und optimal genutzt werden können. Generell unterscheidet Google, ob die User Signals von Mobil- oder Desktop-Geräten kommen. Eine schlechte Nutzererfahrung auf Mobilgeräten wirkt sich schlecht fürs gesamte Ranking aus.
  • Barrierefreiheit: Immer wichtiger wird die Barrierefreiheit der Seite. Prinzipiell geht es darum, dass es keine Hürden für Besucher der Webseite gibt. Dazu gehören beispielsweise auch Besucher mit einer Sehschwäche.

Eine besondere Form der User Signals sind übrigens die Social Signals, die Google ebenfalls bis zu einem gewissen Grad in das Ranking mit einfließen lässt. Dabei kommt es beispielsweise darauf an, wie oft ein Beitrag geteilt oder geliked wurde.

Struktur

Der Mensch ist ein Gewohnheits-Tier und er wurde im Internet nun schon einige Jahre zu einem bestimmten Verhalten erzogen. Mit einem Klick auf das Logo kommt man auf die Startseite. Das Menü ist oben zu finden. Manchmal klappt dabei beim darüber fahren noch ein weiteres Menü auf. Eine Kontaktmöglichkeit ist eher rechts oben zu finden. Falls nicht, hilft ein Klick auf das Impressum im Footer.

Natürlich ist es auch im Web wichtig hervorzustechen und einfach anders und besser als andere zu sein. Die einzige Ausnahme hier ist tatsächlich die Führung des Nutzers durch die Seite.

Sofern du kein Künstler bist oder eine sehr aufgeschlossene, kreative und neugierige Zielgruppe hast, solltest du dich an den gängigen Aufbau halten. Nachgewiesener Maßen lassen sich dadurch Werte wie die Zeit auf der Seite oder auch die Abschlussrate enorm steigern.

  • Home-Link im Menü und/oder mit Klick auf das Logo
  • Jede Haupt-Seite vom Menü aufrufbar
  • Jeglicher Inhalt muss mit maximal 3 Klicks erreichbar sein (3-Klick-Regel)
  • Einladender Header mit Call-To-Action auf den ersten Blick
  • Call-to-Actions mit einem Button
  • Klar gegliederte Kategorien wie Produkte, Angebote oder Leistungen mit einer Übersichts-Seite, was sich auch in der URL-Struktur widerspiegelt

Barrierefreiheit

Faktoren, die eine barrierefreie Webseite ausmachen, sind die Farb-Kontraste der Inhalte, die Klickbarkeit der Links (zu nah bei einander liegende Links stuft Google als „schlecht klickbar“ ein – vor allem auf mobilen Geräten) und auch die Beschreibung von Bildern und Links (für Personen, denen die Seite vorgelesen wird).

Mobile SEO-Optimierung

Ansätze wie „Mobile First“ stehen bei den meisten Agenturen ganz oben auf der SEO-Checkliste. Das heißt, die Programmierung der Seite zuerst für Mobilgeräte und anschließend für Desktop Computer. Natürlich responsive, also mit stufenloser Anpassung an die Auflösung.

Doch erfahrungsgemäß wird die Seite im Arbeitsalltag von Unternehmen oft nur über einen PC genutzt und gepflegt. Nicht selten, bleibt mobil dabei auf der Strecke und Fehler schleichen sich ein.

Checke deine Seite also auch im laufenden Betrieb immer wieder mobil. In Systemen wie WordPress gibt es sogar eine neue integrierte Funktion „Vorschau als Mobilgerät“, die du vor jeder Veröffentlichung nutzen kannst.

Sicherheit

Tatsächlich ist das Thema Sicherheit nicht nur für die User Experience wichtig. Hier misst Google direkte Faktoren und zeigt deine Seite im schlimmsten Fall gar nicht erst an, wenn sie zu unsicher ist.

Dazu gehört auf jeden Fall ein SSL-Zertifikat. Dieses kannst du bei deinem Webseiten-Hoster buchen und sollte heutzutage eigentlich obligatorisch sein. Bei erfolgreicher Integration wird vor deiner Seite je nach Browser ein Häkchen oder ein geschlossenes Schloss angezeigt.

Zum Thema Sicherheit gehört für mich persönlich auch immer die Rechts-Sicherheit und die Einbindung aller benötigten Tools und Informationen. Auch das wird – vielleicht auch nur indirekt – in die Suchergebnissen mit einfließen.
Nehmen wir beispielsweise Local SEO und die Konsistenz der Unternehmensinformationen, die auch bis ins Impressum reicht.
Oder die Ladegeschwindigkeit, die oft mit dem Einsatz vieler extern geladener Inhalte korreliert. (Nicht im Falle eines CDN, wobei auch der Einsatz eines solchen derzeit rechtlich noch nicht zweifelsfrei geklärt ist.)


SEO-Referenz

Shares und Likes (Social Signals)

Lange wurde behauptet, dass der Social Media Auftritt nichts mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat. Heute heißt das ganze Social Signals und die Auswirkungen auf die Suchergebnisse sind bewiesen.

Dabei ist der Grundgedanke wieder die Authorität bei einem bestimmten Thema aufzubauen und dich als Experte zu positionieren.

Je mehr also deine Seite geteilt und geliked wird, desto mehr wirst du als Experte wahrgenommen. Von den Usern und damit auch von Google.

Nicht nur deine Seite darf dabei geteilt und geliked werden. Dein kompletter Social Media Auftritt, jeder einzelne Post zählt dabei.

Backlinks

Ja es gibt sie noch: die Backlinks. Allerdings zählt heute nicht mehr die schiere Masse, sondern vielmehr die Qualität der einzelnen Links.

Such dir also die Seiten gut aus, von denen du gerne einen Backlink hättest.

Folgende Möglichkeiten gibt es, um Backlinks zu erzeugen:

  • Suche nach „Broken Links„. Also Links, die nicht mehr funktionieren. Schreibe dann den Webmaster an und erzähl ihm von dem Broken Link. Biete ihm an deinen (zum Thema passenden Artikel) an dieser Stelle zu verlinken.
  • Suche nach Linklisten und lasse deinen Artikel hier verlinken. Beispielsweise könntest du nach „Dein Thema + Linkliste“ suchen oder „Dein Thema + diese Woche“.
  • Gast-Blogging: Diese Vernetzung bringt auch immer Backlinks für beide Seiten.
  • Skyscrapper Methode: Suche dir Artikel zu deinem Thema und schreibe einen Artikel zum gleichen Thema, nur besser. Schreibe nun Seiten an, die diesen Artikel verlinkt haben und bitte sie ihn durch deinen größeren/aktuelleren Artikel zu ersetzen.

Besonders beliebt hier: die sogenannten edu-Links. Das sind Links von Seiten mit der Endung .edu. (kurz für educational)
Im Allgemeinen geht es dabei um Links von Bildungseinrichtungen. Diese müssen nicht immer die Endung .edu haben. Häufig weisen sie aber eine sehr hohe Qualität auf.

Und so bekommst du einen edu-Link:

  • Zusammenarbeit mit einem Dozenten: Frage ihn nach seiner Meinung oder Inhalten für den Artikel (natürlich unter Angabe der Quellen) oder führe direkt ein Interview mit ihm.
  • Besondere Aktionen für Studenten: Besondere Angebote für Studenten werden gerne an den Universitäten beworben.
  • Jobs und Stellenangebote direkt an Studenten richten. Suche dazu nach einer Job-Börse auf der jeweiligen Seite.

Achte darauf einen natürlichen Link-Aufbau zu haben. Erzeuge nicht zu viele Backlinks auf einmal, sondern lieber nach und nach. Mische diese mit Links aus Social Media und nofollow Links.

Ebenfalls wichtig: Nicht zu viele Links von einer Domain. Dahinter vermutet Google ebenfalls schnell einen Betrugsversuch.


Relevanz für Suchmaschinen

OnPage Optimierung

Last but not least: On-Page ist immer noch relevant. Dabei geht es vor allem um die Faktoren:

  • Ladezeit: natürlich so gering wie möglich. Optimierung die Medien auf der Webseite und arbeite an einem schlanken Code.
  • Duplicate Content: natürlich ist einzigartiger Inhalt wichtig, aber auch technische Probleme können versehentlich zu Duplicate Content führen. Gerade bei Content Management Systemen wie WordPress gibt es einige Tricks um automatischen Duplicate Content zu vermeiden.
  • Basics wie Title/Alt Tags und Meta Description.
  • Bilder und Media: Diese sollten nicht zu groß sein, sondern im besten Fall optimiert für das jeweilige Gerät.
  • Achte vor allem auch bei Content Management Systemen (wie beispielsweise WordPress) darauf, dass du nicht zu viel kaputten oder unnützen Code einbaust. Wähle dein Template gut aus oder lass es besser noch speziell für dich programmieren.
  • Keine Tricks: Jeder SEO kannte sie, die kleinen Tricks die Google überlisten konnten und am Ranking drehen. Was damals oft sogar funktioniert hat, straft heute gnadenlos ab. Denn wenn Google eines nicht mag, dann ist es an der Nase herumgeführt zu werden. Also egal was ihr tut, versucht nicht Google zu überlisten. Dafür ist es mittlerweile zu clever.

Content Clustering

Content Clustering beschreibt eine SEO-Methode, die seit 2018 ein Must-Have für viele Webseiten-Besitzer ist.

Diese Methode unterstützt den Aufbau einer Authority für bestimmte Themen-Cluster und arbeitet mit vielen hochwertigen Inhalten, die kontinuierlich veröffentlicht werden.

Dabei entscheidest du dich für bestimmte Themengebiete, zu denen du Hauptartikel (Cornerstone-Content) schreibst und mehrere Nebenartikel. Diese verlinkst du dann gegenseitig und schaffst somit einen Themen-Cluster, der Google zeigt, dass du der Experte für dieses Thema bist. Dadurch wird deine Webseite bei Suchanfragen zu diesem Thema präferiert.

Wie genau Content Clustering funktioniert erfährst du in unserem Artikel „Content Clustering – So wirst du für Suchmaschinen zur Autorität“.

Update-Strategie

Vor einiger Zeit war es Best Practice so viele Inhalte wie nur möglich zu veröffentlichen. Je mehr Seiten, desto besser für die Auffindbarkeit. Irgendeiner der Artikel wird schon ranken.

Heute ist dieses Vorgehen eher kontra-produktiv. Das Internet wird überflutet mit Inhalten. Immer mehr Menschen produzieren immer mehr Inhalte. Für Google wird es damit immer schwieriger die besten Inhalte zu suchen. Darum setzt es vermehrt auf Evergreen Inhalte. Nämlich Artikel, die immer wieder aktualisiert werden und zu jeder Zeit das beste Ergebnis liefern.

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass du immer öfter den gleichen News Artikel angezeigt bekommst. Es gibt lediglich eine neue Rubrik zu Beginn des Artikels. Dabei steht entweder das aktuelle Datum oder einfach nur „Update“. Die Publisher nutzen dabei genau diese Methode um ihren Artikel länger zu ranken.

Positive Auswirkungen gibt es dabei auch fürs Content Clustering. Evergreen Artikel sind nämlich oft Cornerstone-Content.

Geschwindigkeit

Der einfachste Weg, die Geschwindigkeit der Webseite zu erhöhen ist es, die Menge an Daten zu reduzieren, die für das Anzeigen der Webseite heruntergeladen werden müssen. Da es jedoch gleichzeitig wichtig für eine gute User Experience ist mit Multimedia-Inhalten zu arbeiten bleibt nur, die Dateien so zu optimieren, dass sie möglichst klein und damit schnell werden.

Dateigröße

Um Dateien möglichst klein zu halten sind das richtige Format und die richtige Größe ausschlaggebend.

Bilder die keine Transparenz haben, also bei denen der Hintergrund nicht durchscheint, nutzt du am besten als .jpg. Nur wenn es nicht anders möglich ist, und Transparenz vorhanden ist, kannst du ein png nutzen.

Beide Formate können zusätzlich komprimiert werden, um noch mehr unnützen Datei-Balast einzusparen.

In besonderen Fällen ist es auch möglich Grafiken komplett mit CSS darzustellen. Das ist aber eher etwas für Profis und kleinere Layout Elemente.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die tatsächlichen Abmessungen. Nur weil ein Bild klein angezeigt wird, muss es nicht zwangsläufig auch klein sein. Wenn du ein Bild für deinen Blog einbindest, dann sieh dir an, wie groß es sein muss. Erstelle dir am besten eine Vorlage und nutze diese immer wieder.

Mobile Speed

Ein besonderer Ranking Faktor ist der Mobile Speed. Wie schnell deine Webseite mobil geladen wird, ist eines der wichtigsten Ranking Kriterien.

Nicht nur für SEO ist das relevant, sondern auch für Suchmaschinenwerbung mit Google. Auch hier werden die Zielseiten unter diesem Gesichtspunkt bewertet.

Technisches SEO

Ein Haken hier, ein kleines Stück Code dort und deine Webseite läuft auf einmal doppelt so schnell. Zugegeben, dafür benötigst du oft einen Profi, aber Ergebnisse sind es wert.

Dazu gehören die richtigen Server-Einstellungen, sowie Einstellungen direkt auf deiner Webseite oder evtl. deinem Content-Management-System.

  • Lösche ungenutzten Code
  • Füge Scripts und CSS-Dateien zusammen
  • Aktiviere Caching und asynchrones Laden
  • Erstelle eine Sitemap und lasse sie von Google indexieren
  • Generiere eine robots.txt Datei, in der du Bots ausschließt und genau festlegst, was von Suchmaschinen gefunden werden darf und was nicht.

Medialer Nutzen nach SEO-Use Case

Leider mussten wir in den vergangenen Monaten die Erfahrung machen, dass die Einbettung eines Youtube Videos auf der Webseite momentan mit immensen Verlusten bei der Geschwindigkeitsbewertung von Google einhergeht.

Zumindest in den Test-Tools wie Google Lighthouse wurden hier immense Bewertungsunterschiede festgestellt. Dabei war es egal, wie das Youtube-Video eingebettet war und wann es geladen wurde.

Unsere Lösung daher: Entscheide je nach Seite, ob du hier ein Youtube-Video einbetten und den Besucher somit länger auf der Seite halten möchtest, oder primär auf Geschwindigkeit setzen möchtest, um das Ranking nach oben zu pushen.


SEO & Neue Technologien

Voice Search

Auch wenn du selbst die Voice Search noch nicht nutzt, spätestens die Generation, die gerade heranwächst wird es tun. Für unsere Kinder ist es schon jetzt völlig normal Alexa zu fragen, wie viele Dinos es gab oder ob Pinguine fliegen können. Genauso normal wird es in einigen Jahren für sie sein per Sprachsuche nach Öffnungszeiten oder Einkaufsmöglichkeiten zu suchen.

Da sich Voice Search und Knowledge Graph bzw. Rich Snippets in der Optimierung allerdings gegenseitig unterstützen, ist die Optimierung für Voice Search kein großer zeitlicher Aufwand.

Knowledge Graph

Doch auch die „gewöhnliche“ Suche über den Browser wird sich weiter verändern. Google arbeitet daran gewünschte Informationen zunehmend selbst anzeigen zu können. Beispielsweise in der Infobox am rechten Rand (Knowledgebox).

Immer wieder kommt dabei die Frage auf: Was bringt es die Seite für Google zu optimieren und dann doch keine Klicks zu erhalten?

Quick Search User vs Deep Search User

Sehen wir uns einmal die User hinter der Suchanfrage an. Prinzipiell kannst du diese in zwei Gruppen unterteilen:
Zum einen die „Ich schau eben schnell“-User (Quick Search User), zum anderen die „Das-ist-ja-interessant“-User (Deep Search User).

Googles Knowledgebox spricht überwiegend die Quick Search User an. Sie suchen schnell nach bestimmten Antworten – vielleicht sogar während einem Gespräch oder beim Mittagessen. Wenn sie die Antwort erhalten haben, schließen sie die Suche ab und nehmen die pausierte Tätigkeit wieder auf. Die Quick Search User sind alleine auf den Erhalt der Informationen ausgerichtet und werden sich nicht weiter mit deiner Seite beschäftigen – egal ob sie die Informationen auf Google direkt oder auf deiner Seite finden.

Willst du also wirklich Quick Search User auf deiner Webseite haben? Vielleicht sagt der ein oder andere jetzt:
„Ja, denn ich habe Anzeigen auf meiner Seite und je mehr Traffic ich habe, desto mehr Geld bekomme ich am Ende.“
Aber überlegen wir. Wie bereits angesprochen sind User Signals mittlerweile ein sehr großer Bestandteil der Bewertung einer Seite für die Suchergebnisse. Wenn wir also viele Quick Search User auf unsere Seite bekommen, erhält Google negatives Feedback, weil diese unsere Seite gleich wieder verlassen. Damit sinkt die Seite weiter in den Suchergebnissen und wir bekommen weniger SEO-Traffic.

Was passiert, wenn ein Deep Search User die gleiche Frage hat? Er erhält ebenfalls die Antwort von Google. Hat aber Zeit, findet es interessant und klickt sich weiter durch die Informationen. Google zeigt zwar Stichworte und Auszüge an, aber nicht den kompletten Inhalt.

Wer wirklich Interesse hat, wird früher oder später auf einer Webseite landen. Und durch die gut aufbereiteten Informationen in der Knowledgebox wird der ein oder andere Quick Search User sogar doch noch zu einem Interessenten.
Wie können wir diese Information jetzt nutzen? Ganz einfach: Wir optimieren für die Knowledgebox. Wir bringen möglichst viele Inhalte auf unsere Seite, programmieren diese so, dass Google ganz leicht Infos auslesen kann und schon steigt unsere Chance auf echte Interessenten.

Was kannst du optimieren?

  • Featured Snippets
  • Schema Metadata
  • Lokales SEO wie beispielsweise die Anmeldung bei GoogleMyBusiness
  • Moderne Programmierung; du gibst hier bereits im Code mehr Informationen über den Aufbau der Seite mit. Beispielsweise durch die Benutzung des Tags <header> oder <footer>.

Virtual und Augmented Reality

Google arbeitet daran, Augmented Reality in seine Suchergebnisse zu integrieren. Über die mobile Suche kann man sich schon Schlangen oder Tiger ins Wohnzimmer holen. Einfach in der Google Suche auf dem Handy „Schlange“ oder „Tiger“ eingeben und auf „In 3D ansehen“ klicken, dann auf „Bei mir ansehen“.

Sieht man sich an, wohin die Reise für Google im Augmented Reality Bereich geht ist klar, dass die Suche sich über die nächsten Jahre hinweg wahrscheinlich stark verändern wird. Unter „Google Suche“ könnte man womöglich in einigen Jahren nicht mehr das eingeben von Fragen oder Begriffen in eine Eingabeleiste verstehen, sondern das schlichte Öffnen der Kamera.

Natürlich ist das kein Thema, mit dem man sich also Solo-Selbstständiger derzeit unweigerlich auseinander setzen muss, wenn es ums SEO geht. Aber gehört haben und im Hinterkopf behalten sollte man das Thema definitiv.


Local SEO

Eine der wichtigsten Grundsätze im Local SEO ist konsistente Informationen zu liefern. Vor allem bei: Unternehmensbezeichnung, Unternehmens-Slogan, Anschrift, Telefonnummer und E-Mails.

Achte dabei auch darauf, dass die Telefonnummer immer gleich formatiert ist. Einige Experten sagen, dass dies sehr wichtig für das Ranking ist. Meiner Meinung nach ist eine KI wie Google durchaus in der Lage unterschiedlich formatierte Telefonnummern zusammen zu fügen. Es schadet aber auch nicht und bringt keinen wesentlichen Mehraufwand, wenn alles gleich formatiert ist. Darum würde ich hier zur Sicherheit einfach dazu raten.

Eintragen kannst du dein Unternehmen auf folgenden Plattformen:

  • Auf deiner Webseite (Kontakt, Impressum, Footer, …)
  • Google My Business
  • Social Media wie Facebook, Youtube, Twitter, Instagram
  • Branchenbucheinträge und andere Firmeneinträge

Alternative Suchmaschinen

Nicht nur auf Google suchen User nach Antworten. Je nach Thema rufen sie auch andere Plattformen auf, um ihre Suchanfrage zu stellen.

Auf Youtube beispielsweise wird oft nach Anleitungen, Tutorials und Reviews gesucht. Pinterest ist vor allem für kreative Ideen und Inspirationen interessant, aber auch für Hobbies und Do it Yourself Projekte.
Weitere Plattformen sind:

  • Facebook
  • Twitter
  • Slideshare
  • Branchenbücher
  • Instagram
  • Nachrichtenportale
  • Frage-Antwortportale
  • Amazon
  • Preissuchmaschinen
  • Marktplätze
  • Blogs & Foren
  • Snapchat

WordPress, Divi, Elementor & Co

Hier scheiden sich die SEO Geister. Es gibt Agenturen, die nutzen eigene Frameworks und Systeme, da diese schneller und performanter seien. Andere Agenturen fahren mit WordPress und sogar in Verbindung mit einem Tool wie Divi von Elegant Themes sehr gut.

Solltest du aus SEO Gründen WordPress und Divi nutzen oder eben gerade nicht?

Wie du vielleicht schon herausgefunden hast, nutzen wir definitiv WordPress und auch Divi. Aus der praktischen Erfahrung haben wir damit keine Einbußen gegenüber Seiten, die ohne Divi oder WordPress auskommen.
Gerade die großen Systeme sind so gebaut, dass sie eben sehr performant sind und alle SEO Kriterium erfüllen. Ganze Teams sitzen dahinter und arbeiten daran.

Prinzipiell ist es also für die Suchmaschinenoptimierung egal, ob du auf WordPress setzt oder nicht und ob du ein extra für dich gebautes Theme nutzt oder Divi nutzt.

Wichtig ist aber: die Funktionalität und Performance muss sichergestellt sein!

Eine Webseite ohne WordPress kann super laufen, kann aber auch schnell Sicherheitslücken aufweisen, wenn es nicht regelmäßig ge-updated und verbessert wird. Auch Fehler werden oft nicht ganz so schnell entdeckt wie in einem System, dass von vielen anderen ebenfalls genutzt und damit getestet wird.
Auf der anderen Seite, kann auch eine WordPress Installation schnell zum SEO Knock-Out führen, wenn sie nicht richtig eingerichtet ist, oder sich im Laufe der Zeit SEO-Fehler einschleichen.

Kurz und knapp: Ich rate dir dazu, diese Entscheidung nicht aus SEO-Gesichtspunkten zu fällen, sondern darauf basierend, wie du in Zukunft deine Webseite in deinen Arbeitsalltag integrieren wirst.

Was ist SEO-technisch bei Content-Management Systemen zu beachten?

  • Nutze die richtige Permalink-Struktur, damit sprechende Links mit Keywords entstehen
  • Nutze Tools wie Yoast SEO, damit hast du auch als Laie SEO immer im Griff
  • Pflege deine Inhalte: Artikel aktualisieren, Meta Beschreibung und Titel eingeben, Alt und Titel Texte für Bilder und Links eingeben, Bilder im richtigen Format und der richtigen Größe hochladen, regelmäßig Inhalte veröffentlichen
  • Durch Tools wie Imsanity lassen sich Bilder automatisch beim Upload optimieren
  • Achte auch bei einem Page Builder darauf, dass du deinen Überschriften die richtige Nummer zuweist. Die H1 darf nur einmal pro Seite auftauchen, anschließend H2 und H3 beliebig oft.
    Wenn deine Page Builder dir dazu nicht genug Informationen gibt (was nicht optimal ist – gute Page Builder machen das), kannst du gerne auch einen kurzen Blick in den Quellcode werfen und einfach nach <H1> suchen. Dazu klickst du auf deiner Webseite mit der rechten Maustaste und dann auf „Quelltext anzeigen“.

Fazit

SEO ist mittlerweile zu einer Bereichs- und Unternehmensübergreifenden Aufgabe geworden. Jede Aktion, die du für SEO planst, hilft nicht nur den Suchmaschinen sondern auch direkt den Usern und damit der Gewinnung von Interessenten und Kunden. Außerdem oft der Sicherheit von Daten und IT. Manchmal eröffnet es sogar völlig neue Marketing-Möglichkeiten wie Schritte in neue Technologien.

Es wirkt sich nicht nur auf die organische Suche aus, sondern bringt außerdem bessere Qualitätsbewertungen beim Suchmaschinenmarketing (wie bei Google Ads). Gerade die Faktoren: Ladezeit, Mobile Speed und User Signals sind hier ebenfalls ein signifikantes Bewertungskriterium.

Wenn du dich also mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigst, bringt dich das nicht nur in den Suchergebnissen voran, sondern unterstützt dein gesamtes Marketing.

SEO muss zudem nicht kompliziert und teuer sein. Einmal optimiert kannst du SEO ganz einfach in deinen Arbeitsalltag einbauen. Und wenn du dabei immer die User Experience im Hinterkopf hast, kannst du (fast) nichts mehr falsch machen!

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Über den Autor

B. Sc. BWL/Marketing mit Spezialisierung auf digitale Medien, Consultant im Bereich SEA/SEO, Social Media, Content Marketing, Email-Marketing und Webdesign. Google AdWords Certified.